| CSP Salon in Genf, Februar 2010 |
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| Am 17. Februar organisierten die Genfer Carlo-Schmid-Stipendiaten einen Salon zum Thema "Yemen, the Radicalization of Islam and the Future of Intercultural Understanding" mit Frau Dr. Elham Manea in der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in Genf.
Der Jemen gilt seit längerer Zeit als ein neuer Rückzugsraum für Al-Qaida. Nach einem gescheiterten Terroranschlag auf ein Flugzeug über die Weihnachtsfeiertage 2009 fand sich das Land plötzlich im Schlaglicht der internationalen Presse wieder. Nichtsdestoweniger bleibt der Jemen ein Land, dessen wechselhafte Geschichte und komplexe gegenwärtige politische Situation weithin unbekannt sind. Vor diesem Hintergrund fanden sich gut 50 Interessierte, darunter aktuelle und ehemalige CSP-Stipendiaten sowie mehrere Mitglieder des „Verbandes Deutscher Bediensteter bei Internationalen Organisationen“ zu einem Vortrag der aus dem Jemen stammenden Schweizer Politikwissenschaftlerin und Journalistin Elham Manea ein.
Dr. Manea gab zunächst einen vielschichtigen Überblick der jüngeren Geschichte des Jemen im Spannungsfeld zwischen den Interessen der Kolonialmächte, des politisch-religiösen Wettstreits zwischen dem Iran und Saudi Arabien, der Stammespolitik der jemenitischen Eliten und der Flüchtlingssituation in Somalia, bevor sie mögliche Lösungswege gegen die politisch-religiöse Radikalisierung und für eine friedliche Entwicklung des Landes aufzeigte. In einem auch von ihrer persönlichen Erfahrung gezeichneten Vortrag warnte sie davor, die Entwicklung des Landes nur aus dem Blickwinkel der Sicherheitspolitik zu sehen und hielt ein eindringliches Plädoyer für einen Dialog der Kulturen und einen humanistischen Islam.
Dem Vortrag folgten eine lebhafte Diskussion und ein Empfang mit freundlicher Unterstützung von Seiten der Ständigen Vertretung Deutschlands bei den Vereinten Nationen in Genf sowie des DAAD.
Auch bot der Salon Anlass für eine Begegnung mit den internationalen CSP- Stipendiaten der „Programmlinie C“ , welche lebhaftes Interesse an zukünftigen Aktivitäten des CSP-Netzwerks zeigten.
Besonderer Dank für ihre Unterstützung gilt Herrn Tröster von der Ständigen Vertretung sowie Frau Kaiser vom DAAD.
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