blank
Über uns
Mission Statement
Verein
Vorstand
Mitglieder
Jahresthema
Aktivitäten
Veranstaltungen
Austausch
Lokalgruppen
Downloads
Jahresband
ad hoc international
Weiterführende Links
Artikel
Das Carlo-Schmid-Programm
Träger
Tipps für Bewerber
Erfahrungsberichte
Intranet
Kontakt


Tipps für Bewerber

Das Carlo-Schmid-Programm für Praktika in Internationalen Organisationen ist ein selektives Stipendienprogramm, das sehr hohe Anforderungen an die Bewerber stellt. Dafür bietet es dementsprechend viel: von der Vollfinanzierung über Einführungsseminare bis hin zum Zugang zu einer gut entwickelten Alumni-Struktur. Für eine erfolgreiche Bewerbung sind eine Vielzahl von Faktoren ausschlaggebend, die nicht verallgemeinerungsfähig sind. Dennoch wollen wir nachfolgend einige grundlegende Tipps zur Gestaltung der Bewerbungen geben und potentiellen Bewerbern einen Überblick über den Ablauf des Bewerbungsverfahrens verschaffen. Wir können aber selbstverständlich keinerlei Gewähr für die Richtigkeit dieser Angaben übernehmen.

Für das Programmjahr 2006/07 gingen insgesamt 445 Bewerbungen ein. 31 wurden aus formalen Gründen abgelehnt. Von den 414 in den Auswahlprozess aufgenommenen Bewerbungen entfielen 62 auf die Programmlinie A und 352 auf die Programmlinie B. Es wurden 83 Stipendiatinnen und Stipendiaten gefördert: 24 in der Programmlinie A und 59 in der Programmlinie B. Für einige Stellen der Programmlinie B gab es überdurchschnittlich viele Bewerbungen. Für einige andere Praktikumsplätze gab es keine oder nur sehr wenige Bewerbungen. Der DAAD behält sich vor, Stellen, für die es keine geeigneten Bewerber gibt, nicht zu besetzen.

Die Bewerbungen werden zunächst auf die Erfüllung der formalen Voraussetzungen geprüft. Sind diese nicht erfüllt, dann sind Zeit, Mühe und Porto vergebens aufgewandt. Bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen sollte deshalb einerseits auf strenge Einhaltung der Formalien, andererseits auf Qualität geachtet werden. So vermitteln Bewerbungen mit vielen Rechtschreibfehlern oder sprachlichen Unsicherheiten einen schlechten Eindruck. Ebenso sollte viel Wert auf die Sprachzeugnisse gelegt werden, d.h. sie sollten möglichst von anerkannten Institutionen erstellt werden und die darin gemachten Angaben auch tatsächlich zum aktuellen Zeitpunkt zutreffen. Spätestens bei einem persönlichen Auswahlgespräch im Juni werden sprachliche Mängel entdeckt und dementsprechend negativ vermerkt.

Auch ist es sinnvoll, in dem Motivationsschreiben einen direkten Bezug zum Carlo-Schmid-Programm herzustellen – das zeigt, dass man sich mit der Ausschreibung und der Struktur des Programms beschäftigt hat. Eine Selbstverständlichkeit sollte es sein, dass man auf eine eventuelle Karriereplanung in internationalen Organisationen eingeht oder zumindest sein großes Interesse an einem Leben in internationaler Atmosphäre bekundet.

In der Programmlinie A ist der Bewerber selbst für die Praktikumszusage verantwortlich. Die offizielle Zusage muss erst im Juli vorliegen, allerdings sollte durch ein offzielles Dokument erkennbar sein, dass man sich schon sehr konkret um eine Stelle bemüht und auf einem guten Wege ist. In der Programmlinie B werden nach Prüfung der Formalia in einer ersten Vorauswahl geeignet erscheinende Bewerbungen an die potentiell künftigen Vorgesetzten verschickt. Bei dieser Hürde ist es sicherlich hilfreich, wenn die Qualifikationen des Bewerbers dem tatsächlichen Anforderungsprofil möglichst nahe kommen.

Allgemein sollte die Bewerbung Kompetenz (Wodurch demonstriert der Kandidat, dass er für die jeweilige Aufgabe in der IO qualifiziert ist?) und Professionalität ausstrahlen. Ein dreiseitiger Lebenslauf zusammen mit einem vierseitigen Motivationsschreiben sind in den Augen einer hoch beschäftigten Karrierediplomatin nicht unbedingt ein Beweis für "excellent drafting skills". Gleichzeitig sollte die Bewerbung den Bewerber aus Sicht des oder der Vorgesetzten "greifbar" machen ("Was ist das für eine Persönlichkeit, mit der ich die nächsten Monate zusammenarbeiten würde?"). Kürze und Prägnanz sind hier gefragt, aber auch international verständliche Inhalte. Natürlich kann es sein, dass der zukünftige Supervisor ein Deutscher ist und damit die deutschen Begriffe und Eigenarten im Lebenslauf versteht, andererseits sollte man davon nicht ausgehen und auch damit rechnen, dass die Bewerbungsunterlagen herumgereicht werden.

Ausführlichere Hinweise zum Entwerfen von Bewerbungsunterlagen können in jedem besseren Bewerbungsratgeber, etwa von Hesse/Schrader, gefunden werden.

Bei weiteren Fragen und Anregungen: einfach eine E-Mail an info@csp-network.org.

Viel Erfolg!

pdf print